Regeln für Rennradler


Wir Renn­rad­le­rin­nen und Renn­rad­ler sind ger­ne flott unter­wegs, brem­sen unger­ne, fah­ren ger­ne gera­de­aus, lie­ben ebe­ne Wege, ger­ne in Zwei­er­rei­he…

Aber wir Renn­rad­le­rin­nen und Renn­rad­ler sind Ver­kehrs­teil­neh­mer und rich­ten uns selbst­ver­ständ­lich nach den Ver­kehrs­re­geln und dafür stellt die Kom­mu­ne oder das Land oft und ger­ne Schil­der auf. Die Regeln sind immer ein­deu­tig und egal wo wir unter­wegs sind: Wir wol­len weder uns noch ande­re Ver­kehrs­teil­neh­mer gefähr­den und die gemein­sa­men Tou­ren genie­ßen:

Für uns Renn­rad­ler stellt sich oft die glei­che Fra­ge: Muss ich den Rad­weg nut­zen oder darf ich auf der Stra­ße fah­ren? Hier gibt es ein­deu­ti­ge Regeln:

Benutzungspflichtige Radwege

In der Regel fah­ren Rad­fah­rer auf der Fahr­bahn. Wenn ein Rad­weg “bau­lich ange­legt” ist, dann benut­zen wir die­sen. Bau­lich ange­leg­te Rad­we­ge sind erkenn­bar am Belag, am tren­nen­den Bord­stein oder durch einen Grün­strei­fen von der Stra­ße getrennt. Für fast alle Rad­we­ge gilt eine Benut­zungs­pflicht! Da gibt es lei­der kei­ne Aus­nah­men. Die weit ver­brei­te­te Annah­me, dass Renn­rä­der als Sport­ge­rä­te die Stra­ße nut­zen dür­fen ist lei­der ein Gerücht. mögen die Rei­fen noch so schmal und das Rad noch so leicht sein… Doch es gibt eine Aus­nah­me: Der geschlos­se­ne Ver­band.

Sie­he auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage#Benutzungspflichtige_Radverkehrsanlagen

Radweg ohne Benutzungspflicht

Soweit ein Rad­weg bau­lich erkenn­bar ist, jedoch nicht mit einem der oben genann­ten Ver­kehrs­zei­chen eine Rad­we­ge-Benut­zungs­pflicht ange­ord­net ist, ist er ein Rad­weg ohne Benut­zungs­pflicht. Dann dür­fen Rad­fah­rer ihn benut­zen, kön­nen aber auch auf der Fahr­bahn fah­ren.

Schutz­strei­fen sind Rad­ver­kehrs­an­la­gen, die mit einer unter­bro­che­nen dün­nen Mar­kie­rung und dem Sinn­bild Fahr­rad auf der Fahr­bahn mar­kiert sind. Schutz­strei­fen sind kei­ne Son­der­we­ge für Rad­fah­rer und wer­den daher nicht gekenn­zeich­net, sie sind Teil der Fahr­bahn.

Sie­he auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage#Radverkehrsanlagen_ohne_Benutzungspflicht

Ab 16 in einer Gruppe auf der Straße

16 oder mehr Rad­fah­rer dür­fen nach § 27 StVO einen geschlos­se­nen Ver­band bil­den. Dann dür­fen sie immer zu zweit neben­ein­an­der auf der Fahr­bahn fah­ren. Auf für Rad­fah­rer ungüns­tig gebau­ten Stre­cken ergibt sich so eine Mög­lich­keit, gemein­sam sicher auf der Fahr­bahn zu fah­ren. Der Ver­band muss für die ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer als Grup­pe erkenn­bar sein und kei­ne gro­ßen Lücken auf­wei­sen.

Sie­he auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Verband_(Stra%C3%9Fenverkehr)#Radfahrer

Rechts überholen erlaubt

Wenn sich die Autos vor der roten Ampel stau­en dür­fen wir Rad­ler lang­sam und vor­sich­tig rechts an der Schlan­ge vor­bei fah­ren: StVO §5 (8) Ist aus­rei­chen­der Raum vor­han­den, dür­fen Rad Fah­ren­de und Mofa Fah­ren­de die Fahr­zeu­ge, die auf dem rech­ten Fahr­strei­fen war­ten, mit mäßi­ger Geschwin­dig­keit und beson­de­rer Vor­sicht rechts über­ho­len.

Sie­he auch: https://dejure.org/gesetze/StVO/5.html

Nebeneinander, wenn’s passt

Bis­lang durf­ten Rad­ler nur hin­ter­ein­an­der und nicht neben­ein­an­der fahren.Diese Regel wur­de zum 1. Juli 2020 zuguns­ten der Rad­ler geän­dert: StVO §2 (4) Mit Fahr­rä­dern muss ein­zeln hin­ter­ein­an­der gefah­ren wer­den; neben­ein­an­der darf nur gefah­ren wer­den, wenn dadurch der Ver­kehr nicht behin­dert wird.