Mitgliederversammlung: Marathon Ibbenbüren geht es gut


Sportevents weiter im Aufwind

Von Hol­ger Luck

IBBENBÜREN. Sport­li­che Erfol­ge, eine soli­de Mit­glie­der­ba­sis und eine kom­for­ta­ble Kas­sen­la­ge. Dem Aus­dau­er­sport­ver­ein Mara­thon Ibben­bü­ren geht es gut. Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung am Diens­tag wur­de das ein­mal mehr deut­lich.

Dass unser Mit­glie­der­wachs­tum abge­flacht ist, liegt wohl dar­an, dass wir 2019 kei­ne Ein­stei­ger­kur­se Nor­dic Wal­king anbie­ten konn­ten“, mein­te Vor­sit­zen­der Mar­tin Bert­ke, als er die aktu­el­len Mit­glie­der­zah­len prä­sen­tier­te. 747 Mit­glie­der zähl­te der Ver­ein Ende 2019. Das waren 25 mehr als im Vor­jahr. Ein Wachs­tum von „nur noch“ 3,5 Pro­zent hält man offen­sicht­lich für erklä­rungs­be­dürf­tig. Auch ein Zei­chen dafür, wie gut es dem Ver­ein geht. Ein wei­te­res ist die Ver­eins­kas­se. Auch hier die Dia­gno­se: kern­ge­sund. Das beleg­te der Kas­sen­be­richt, den Hei­ke Beck als 2. Vor­sit­zen­de und in Ver­tre­tung von Kas­sen­füh­rer Bern­ward Breck­weg prä­sen­tier­te: Mit einem sat­ten Plus konn­te das Ver­eins­jahr 2019 abge­schlos­sen wer­den.

Bei den Berich­ten der Ver­eins­spar­ten fan­den wie gewöhn­lich die Aus­füh­run­gen zu den drei gro­ßen Sport­events des Ver­eins beson­de­re Auf­merk­sam­keit. Als Rekord­ver­an­stal­tung des Ver­eins, Sze­ne-High­light und über­re­gio­na­les Mas­sen­phä­no­men steht da der Klip­pen­lauf ein­sam an der Spit­ze. Aus­ge­bucht nach Minu­ten und volks­fest­ar­ti­ge Stim­mung am Ver­an­stal­tungs­tag – die Erfolgs­ge­schich­te dau­ert bereits neun Jah­re. Für den nächs­ten Ter­min am 28. März wur­den erst­mals 1550 Anmel­dun­gen zuge­las­sen. Dann soll die neue dop­pel­sei­ti­ge LED-Stopp­uhr, in die der Ver­ein inves­tiert hat, ihre Pre­mie­re fei­ern.

Auch die RTF (Rad­tou­ren­fahrt), die seit zwei Jah­ren „Teck­len­bur­ger Höhen“ heißt, konn­te 2019 einen schö­nen Erfolg ver­bu­chen. Nach schwa­cher Teil­nah­me in den Vor­jah­ren waren es wie­der 491 Renn­rad­ler und damit das zweit­größ­te Teil­neh­mer­feld in der Ibben­bü­re­ner RTF-Geschich­te. Ter­min für die Teck­len­bur­ger Höhen 2020 ist der 25. April. Und last but not least befin­det sich auch der Aasee­lauf wie­der im Auf­wind. 500 Finis­her waren es 2019. „Von den Teil­neh­mer­zah­len der Jah­re 2017 und davor sind wir aber immer noch weit ent­fernt“, kon­sta­tier­te Aasee­lauf-Orga­ni­sa­tor Heinz Gawin­ski. Der Start­schuss für den nächs­ten Aasee­lauf fällt am 15. August. Zur Attrak­ti­vie­rung des Events soll der Halb­ma­ra­thon dann erst­mals auch als Staf­fel ange­bo­ten wer­den.

Die Erlö­se aus den gro­ßen Sport­ver­an­stal­tun­gen tra­gen wesent­lich zur guten Kas­sen­la­ge des Ver­eins bei. Dass sie die­sen Effekt haben, sei nicht zuletzt dem gro­ßen Enga­ge­ment der Nor­dic-Wal­king-Abtei­lung bei der Bewir­tung zu ver­dan­ken, beton­te Mar­tin Bert­ke. Um über die sport­li­chen Erfol­ge der Mara­tho­nis und Ent­wick­lun­gen in den Abtei­lun­gen auf dem Lau­fen­den zu hal­ten, gibt es die Ver­eins­zei­tung „Mara­thon aktu­ell“. Künf­tig wird die­se nicht mehr gedruckt, son­dern nur noch in elek­tro­ni­scher Form auf der Ver­eins-Home­page oder als E‑Mail-News­let­ter zur Ver­fü­gung ste­hen.

Ein mit Span­nung erwar­te­tes High­light der Mit­glie­der­ver­samm­lung war wie immer die Wahl zum Sport­ler des Jah­res. Erst­mals gab es hier­für je eine Nomi­nie­rung aus den acht Abtei­lun­gen. Zu ihrem bes­ten Sport­ler wähl­ten die Mara­tho­nis die­ses Mal Wolf­gang Schei­pers. Ver­eins­mit­glied seit 2009 bezwang der Renn­rad­fah­rer im letz­ten Jahr unter ande­rem die 334 Kilo­me­ter und 3000 Höhen­me­ter der „Bur­ning Roads“ und lan­de­te beim Müns­ter­land-Giro auf AK-Platz 83. Die Plät­ze 2 und 3 beim Sport­ler des Jah­res beleg­ten Felix Ennen (MTB) und Bea­te Elfring (Nor­dic Wal­king). Als Mara­tho­ni des Jah­res nahm Axel Braun­gart den Wan­der­po­kal für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment beim Spor­taus­tausch mit den Lee Racers aus Rhau­der­fehn ent­ge­gen. Ihren ers­ten Mara­thon lie­fen Mari­an­ne Kön­ge­ter und Edgar Peña Rodrí­guez. Bei­de wur­den hier­für mit dem begehr­ten Ehren­schuh aus­ge­zeich­net.

Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt mit freund­li­cher Geneh­mi­gung der Ibben­bü­re­nen Volks­zei­tung (IVZ). Der Arti­kel erschien in der Aus­ga­be vom 27.02.2020.