Daniel Verlage beim GELITA Trail Marathon Heidelberg


Von Dani­el Ver­la­ge

Sams­tag, 15. Sep­tem­ber 2018: Auf dem Rück­weg vom Urlaub fie­len mir meh­re­re “Ver­rück­te” auf, die in die glei­che Rich­tung gin­gen, da geh mal hin­ter­her, in die Hei­del­ber­ger Alt­stadt. Hier konn­te man sich für den mor­gi­gen GELITA Hei­del­ber­ger Trail Mara­thon Lauf anmel­den. Gesagt, getan, Maul­ta­schen und Unter­hal­tung (Live-Band) bei bes­tem Som­mer­wet­ter gab es gra­tis.

Sonn­tag, 16. Sep­tem­ber 2018: Start­schuss war um 11 Uhr auf dem Karls­platz. Durch schma­le Gas­sen der Alt­stadt ging es über die Alte Brü­cke über den Neckar in den Berg. Wir lie­fen hin­auf durch die Thing­stät­te, ein altes Römer­thea­ter mit 178 Stu­fen, um nach 5 km und 330 HM den ers­ten Berg hin­ter uns zu las­sen. Flin­ken Fußes ging es wei­ter über brei­te Wald­we­ge, aber auch schlan­ke Sin­gle-Trails, stän­dig rauf und run­ter. Geh­pau­sen mach­te man berg­hoch, wenn alle gin­gen. Längst hat­te sich eine inne­re Stim­me gemel­det: Auf­recht berg­hoch lau­fen, in den Bauch atmen, hin­te­res Bein stre­cken… wer beim Win­ter­trai­ning sams­tags in Broch­ter­beck mit­läuft kennt das. Nach 17 km war der zwei­te Berg abge­ar­bei­tet, tat­säch­lich ging es jetzt auch mal län­ge­re Zeit eben bzw. leicht berg­ab wei­ter, natür­lich flin­ken Fußes. Hier im Wald in die­sem Gelän­de mach­te das Lau­fen wahn­sin­nig viel Spaß, ein Blick auf die Uhr, hopp­la, lie­ber etwas lang­sa­mer wei­ter, mehr als die Hälf­te kommt noch. Ein Zuschau­er hielt ein Pla­kat mit Flie­gen­pilz hoch: Das bedeu­tet bei Nin­ten­dos Super Mario zusätz­li­che Power. Sau­ber, das brauch ich, und klatsch mit der Hand gegen den Pilz. Smi­ley wirkt tat­säch­lich. Bei Zie­gel­hau­sen ging es wie­der über den Neckar, man gerät in Ver­su­chung, mal schnell ein Zwi­schen­bad zu neh­men. Wet­ter war son­nig, 26°, hot. Kurz vor Schluss wur­den alle Läu­fer von eini­gen Hei­del­ber­gern die 850 Stu­fen hohe Him­mels­lei­ter hoch­ge­schrien: Des­we­gen bist nach Hei­del­berg gekom­men — Hier geht´s nach oben — und vie­le ande­re Sprü­che natür­lich in schwä­bisch, lei­der nicht alles ver­stan­den, aber sie hat­ten auch Spaß. Oben ange­kom­men benö­tig­te man eine Geträn­ke­stel­le, und es gab Sie, jetzt auch mit Red Bull, klas­se. Flin­ken Fußes und mit ver­lie­he­nen Flü­geln ging es die letz­ten 5 km hin­un­ter, von vie­len Zuschau­ern emp­fan­gen, in die Alt­stadt zurück zum Karls­platz ins Ziel.

Ein herr­li­cher Berg- und Wald­lauf:

  • 40,5 km, 1500 HM
  • Platz 30 (m)
  • 4:18 h:min

280 Star­ter für den Mara­thon, aller­dings war man durch vie­le Staf­fel­läu­fer und Läu­fer kür­ze­rer Stre­cken nie allei­ne unter­wegs. Zuschau­er gab es im Wald eher sel­ten. Wem der Bericht den Ein­druck ver­mit­telt, dass das eine spon­ta­ne Idee war, nein, das war län­ger geplant.

Fotos gib’s hier: www.go4it-foto.de (Ein­fach nach mei­ner Start­num­mer 799 suchen…)